Mittwoch, 22. April 2009

Finissage im Premiumblog

Liebe Leserinnen und Leser!
Mein herzallerliebstes Blogbeing, Hicklussar, hat mich in den vergangenen Wochen verantwortungsvoll vertreten und hat das Weblog sicher durchs Interim geführt: zwei Beiträge publiziert, das Design ästhetisch verfeinert und nicht zuletzt gute Kommentare von bösen Kommentaren unterschieden. Nun habe ich die Leitung von A Goy's World wieder selbst übernommen. Aber nur für einen Tag, nämlich für den letzten Tag und damit auch für den letzten Blogbeitrag.
Ja, nun ist es soweit: Mein Internettagebuch A Goy's World wird mit dem heutigen Tag nach genau vier Jahren abgeschlossen. Am 22. April 2005 machte ich mich mit der Premiere im Premiumblog auf den Weg durch die Weiten und Breiten der Blogosphäre. Zunächst als "Deutscher und Nichtjude" - die Treuesten unter euch werden sich noch an meinen ersten Header erinnern:


Einige andere Wege sind im Lauf der Zeit hinzugekommen, auf denen ich blgosphärisch wandelte. So hießen die Blog-Untertitel "Mein Weg als Velozipedist und Dorfbub", "Mein Weg als deutscher Dorfbub in Berlin" oder nur "Mein Weg als Dorfbub" oder "Mein Weg als deutscher Mann". Dann gab es die beliebte Header-Doppelserie "my kicker-girl summer '08"/"my moabitian summer '08" und dann folgten in immer kürzeren Abständen neue schicke Header und die aufmerksame Leserschaft konnte merken, dass ich mich weg vom Schreiben mehr aufs Grafische verlegte:
- Mein Weg als Deutscher und Nichtjude im Schein der Göttin
- Mein Weg als Städter im Angesicht des Bären
- Eddi sagt leise Servus
- Mein Weg als moderner junger Mann
- Mein Weg als moderne deutsche Hete
- Mein Weg durch die 13 heiligen Himmel des Westens
- Mein einstweilig eisheiliger Weg
- Mein Weg zur Mündung Alteuropas
- Mein Weg als Deutscher und Nichtjude mit anthroposophisch-schwäbischem Migrationshintergrund und früher Israelliebe an den Ufern der winterlichen Spree
- Mein Weg als Imperialist
- Und das blaue Felgenband

Natürlich haben die Headerbilder nicht immer mit den Themen korrespondiert, die jeweils gerade im Blog aktuell waren. Inhaltlich gehörten die Reportagen über die velozipedistischen (und dann auch läuferischen) Aktivitäten der Enzian-Rundfahrt, die vielen leichten und schweren Rätsel, diverse blogübergreifenden Affären oder die Beiträge im Sektor des Boulevards sicher zu den besonders schönen Ereignissen. Aber auch nicht-boulevardistische Themen wie die deutsche Berichterstattung über den Nahostkonflikt, die Auseinandersetzung um rassistische Aussagen Rudolf Steiners (1861-1925) und vor allem die Diskussionen in den Kommentaren haben mir viel Freude bereitet. Übrigens gab es unter den Hunderten von Kommentaren glücklicherweise nur sehr wenige, vielleicht drei oder vier, die ich wegen antisemitischen Inhalts nicht veröffentlicht habe. Wenn andere Kommentare nicht veröffentlicht wurden, so deswegen, weil sie kommerzieller Natur waren oder als anderweitiger Spam eingestuft wurden.

Ich werde A Goy's World nicht löschen, eine Fortführung wird es aber nicht geben. Ich habe keine Lust mehr auf dieses Weblog, deshalb ist heute Schluss. Ich habe 777 Beiträge verfasst, davon 703 veröffentlicht, an denen könnt ihr euch weiterhin per Archivrecherche erfreuen, wenn's euch beliebt.

Liebe Leserinnen und Leser, vielen Dank für die Aufmerksamkeit, die ihr mir und meinem Blog in den vergangenen vier Jahren geschenkt habt! Vielleicht treffen wir uns ja eines Tages an einem anderen Ort wieder - mit oder ohne Blog.

Auf Wiedersehen!
Goodbye!
Allahaısmarladık!
Au revoir!
!להתראות

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Dienstag, 10. März 2009

Durban II

Welt-Online: Alle roten Linien überschritten
Tagesspiegel: Verhandeln – oder doch lieber boykottieren
Lizas Welt: Keine Reise ins Verdurban

Der Chef und ich sind auf Berlusconis Seite.

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Donnerstag, 5. Februar 2009

Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

Im Auftrag vom Blogchef poste ich hier einen Aufruf zur Mitzeichnung einer Bundestags-Petition. Es geht um die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in unserer schönen Republik. Der Blogchef meint, wenn ihr Interesse an Bürokratieabbau und mehr Freiheit für das Individuum habt, würde euch das evtl. interessieren. Hier könnt ihr die Petition mitzeichnen: Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen

Christian Grauer, geschätzter Blognachbar und Velozipedist, hat ebenfalls zur Mitzeichnung der Petition aufgerufen: Mit 5 Klicks zur Revolution! Grauer schreibt treffend:

"Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Utopie einer neuen Gesellschaftsordnung, in der alles viel besser ist als heute, in der am grünen Tisch das Paradies entworfen wird. Das bedingungslose Grundeinkommen ist die Anerkennung der sozialen Realität. All diese Provisorien, Umwege, Notlösungen, Behelfsinstitutionen und Zugeständnisse an scheinbare Sachzwänge, mit denen wir versuchen ein längst obsoletes soziales Konzept zum Schein noch aufrecht zu erhalten, werden ersetzt durch eine geradlinige neue institutionelle Form für die soziale Realität, die hinter diesen Hilfskonstruktionen steckt."


Liebe Grüße
Hicklussar

Info:
Bundestag: Petition zum Grundeinkommen
Christian Grauer: Mit 5 Klicks zur Revolution!
A Goy's World: Bedingungsloses Grundeinkommen

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Dienstag, 20. Januar 2009

*** Sendepause ***

So, ich werde mich mal für eine Weile vom Internettagebuchschreiben zurückziehen. Es könnte gut sein, dass ich zum Beginn der velozipedistischen Saison wieder auftauche. Hicklussar, mein Blogbeing, wird derweil über A Goy's World wachen und ggf. für Ordnung sorgen. Ach, ja - zum Ende des Gaza-Kriegs hat Henryk M. Broder einen klugen Kommentar geschrieben: Hurra, wir haben verloren!

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Sonntag, 18. Januar 2009

Kein Kommentar


Leseempfehlungen:
Ein-Mann-Demo pro Israel
Duisburg - 1. Akt
Duisburg - 2. Akt

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Dienstag, 13. Januar 2009

Israel gegen die Hamas

Zum Krieg Israels gegen die Hamas empfehle ich die Beiträge auf Lizas Welt, bei den Freunden der offenen Gesellschaft und auf der Achse des Guten.

So wie der Krieg Israels gegen die Hisbollah dazu geführt hat, dass die Menschen im Norden Israels - inklusive vieler israelischer Araber, die im Norden Israels wohnen - in Frieden leben können, weil der Raketenbeschuss aufgehört hat, so hoffe ich, dass der Krieg Israels gegen die Hamas, diese soweit schwächen wird, dass man erstens auch im Süden Israels friedlich leben kann und zweitens die Palästinenser in Gaza nicht mehr von der Hamas daran gehindert werden, ein schönes freies Palästina aufzubauen.

Lang lebe Israel!

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Mittwoch, 7. Januar 2009

Political Incorrect zum Beispiel...

... ist mitlerweile in Sachen Islamophobie so weit gediehen, dass sie da - bei Political Incorrect (PI) - alle eine derart dicke Anti-Islam-Brille tragen und nun selbst dort die vermeintliche islamische Gefahr vermuten, wo blonde Christenheit herrscht. Aktuelles Beispiel ist die PI-Reaktion auf einen SPON-Artikel über den Bewerbungsalptraum von Asiyah Hikal. Sie berichtet davon, wie sie, offenbar auf Grund ihres Namens, bei Bewerbungen benachteiligt ist. Bei PI - inklusive 99 Prozent der dortigen Kommentatoren - wird nun selbstverständlich angenommen, dass Asiya Hikal eine Muslima bzw. eine Türkin sei und dementsprechend ergeht sich PI in heftigen muslimfeindlichen Ergüssen über die Autorin. Dass Asiya Hikal in Wirklichkeit ihren iranischen Vater kaum kennt, in Deutschland aufgewachsen und zudem eine blonde Christin ist - nein, also das kommt den PI-Leuten natürlich nicht in den Sinn. Das würde den PI-Leuten nicht in den Kram passen und es würde vermutlich die Hirne dieser Kleingeister sprengen.

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Dienstag, 6. Januar 2009

Nachsichten aus der Welt der Anthroposophie (NWA 2.0)

Während die Canaillisten immer noch schwer darum bemüht sind, die gronbach'sche Lichtkriegerburg anthroNRW zu erstürmen, hat sich das Blog NWA 2.0 (bereits erwähnt hier, hier und hier) erneut mit Anthroposophie-Kritikern auseinandergesetzt.

Ein Blick in die neuen Beiträge auf NWA 2.0 ist lohnenswert, denn die Autoren haben aufschlussreiche Überlegungen über die vermeintlich ach, so aufklärerischen und ach, so neutralen und ach, so besorgten Anthroposophie-Kritiker formuliert: Michael Grandt glaubt an UFOs und wird ins katholische Roncalli-Forum eingeladen, der "Kulturjournalist" Alexander Kissler firmiert als Verfasser erzkatholische Elaborate und Andreas Lichte vergleicht eine Grundschülerin mit Saddam Hussein und pocht auf religiösen Führerkult. Nicht uninteressant sind auch die grundsätzlicheren (und ausführlicheren) Gedanken über die Motivationen und Vorgehensweisen von Anthroposophie-Kritikern à la NWA 1 & Co.

Und das von Waldorfschülern betriebene Blog Namenstänzer hat ebenfalls mehrfach Thesen von Anthroposophie-Kritikern aufgegriffen und diskutiert. Auch Christian Grauer hat sich in seinem Blog bereits in lesenswerter Weise mit den Esobashern auseinandergesetzt.

Welchen Standpunkt auch immer man in diesen Debatten einnehmen mag, es ist schön, feststellen zu können, dass sich nicht-offizielle anthroposophische Stimmen auf originelle, sachverständige oder humorvolle Art in der Blogosphäre Gehör verschaffen.

Update 7. Januar 18:30 Uhr:
Bei NWA 2.0 wird nachgelegt. Sie haben dort einen Kommentar zu einem aktuellen Text Michael Grandts gepostet, in dem der Anthroposophie-Kritiker Grandt sich in unerträglicher Weise zum Nahostkonflikt äußert: Michael Grandt und der Völkermord an den Palästinensern

Update 12. Januar 21:30 Uhr:
Die geistige Welt hat bei NWA 2.0 nochmal nachgelegt und zwar mit
--> Michael "Grönaz" Grandt mit Jesus in Auschwitz
und mit
--> Grandt erntet seine Früchte: Rechtsextremismus!

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